Unter dem Motto „Ein starkes Miteinander über Generationen hinweg" kamen am 26.11 mehrere SeniorInnen und Jugendliche aus dem Jugendforum Uentrop zusammen, um gemeinsam den Film „Das Tagebuch der Anne Frank" zu schauen und darüber in den Austausch zu kommen.
Seit Mitte des Jahres arbeitet das Jugendforum Uentrop mit dem Anne Frank Zentrum zusammen. Dieses setzt sich gegen Antisemitismus und für Demokratie und Vielfalt ein. Gemeinsam machen sie sich stark für die Erinnerungskultur in Hamm.
Bereits im Herbst wurde die Reihe „7 Steine, 7 Leben" vom Jugendforum umgesetzt und auf ihren Social Media Kanälen veröffentlicht. Darin putzten die Mitglieder, zu denen viele (ehemalige) Stein-SchülerInnen gehören, in jedem Stadtbezirk einen Stolperstein und erinnerten an die Geschichte der verfolgten Personen.
Am Mittwoch, den 26.11, wurde von Jugendlichen und SeniorInnen der Film „Das Tagebuch der Anne Frank" geschaut und ein Austausch zwischen den Generationen ermöglicht. Die Teilnehmenden unterhielten sich über ihre Hoffnungen und Ängste und teilten ihre Gedanken zum Thema des Film.
Eine der SeniorInnen erzählte „Waren sie schonmal in einem Konzentrationslager? Es ist sehr beängstigend. Ich habe schon oft KZs besichtigt und finde, es sollte Pflicht sein.", worauf auch eine der Jugendlichen ihre Erfahrung teilte „Wenn man das so vor sich sieht, trifft einen das sofort. Es ist schrecklich, einfach schrecklich.".
Der Koordinator des Jugendforums Uentrop Hakan Filler betont, wie wichtig er solche Projekte findet. Durch Erinnerungskultur möchte er Bewusstsein schaffen und ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Stigmatisierung und Vernichtung setzen. Gerade der intergenerative Austausch ermögliche es, voneinander zu lernen und Erfahrungen, sowie Kenntnisse weiterzugeben.
Auch in Zukunft werden vom Stein und vom Jugendforum weitere Projekte zu Vielfalt und Toleranz folgen.