Unsere Schule hat seit den vergangenen Sommerferien eine neue Schulleiterin. Frau Groß hat sich bereit erklärt, diese Herausforderung anzunehmen und hat sich die Zeit genommen, ein paar Fragen zu beantworten.
Als Erstes haben wir gefragt, warum sie sich entschieden hat, den Schritt zur Schulleiterin zu gehen. Frau Groß hat uns erzählt, dass sie früher der festen Überzeugung war, niemals eine Schule selbst zu leiten. Allerdings war sie der Meinung, dass das Stein endlich mal wieder eine feste Leitung braucht, damit wieder ein wenig Struktur in den Schulalltag kommt.
Natürlich erzählte sie uns auch, wie die neue Stelle bisher läuft. Ihre Antwort hat die Vor- und Nachteile schön kurz und knapp zusammengefasst:
„Es macht total Spaß, aber es ist auch anstrengend. Ich muss teilweise abends schon wieder um 21 Uhr schlafen gehen, wie eine frischgebackene Lehrerin vor 22 Jahren.“
Sie erzählte außerdem, dass man als Schulleiterin viele Gespräche führen und Entscheidungen treffen muss. Man trägt eine Menge Verantwortung, muss aber nicht alles alleine entscheiden. Allerdings muss man eine gewisse Richtung vorgeben.
Als Nächstes haben wir nach den Plänen von Frau Groß für die Zukunft gefragt und ob es dabei eine Herzensangelegenheit gibt. Sie erzählte uns, dass sie schon viele Pläne für die Zukunft hat, wie z. B. die Umgestaltung des Schulhofs und mehr Schülerinnen, die an solchen Entscheidungen mitdenken und Ideen einbringen sollen und dürfen. Die Umsetzung dieser Pläne fällt ihr dank der ihr bereits bekannten Schulgemeinschaft und einer allgemein guten Verbindung zur Schule deutlich leichter. Die wichtigsten Themen sind für sie allerdings die Verbesserung des Unterrichts im Sinne der Digitalisierung und die Erhöhung der Anmeldezahlen neuer Schülerinnen.
Anschließend haben wir gefragt, was sie an unserer Schule am meisten schätzt. Daraufhin antwortete sie, dass die Menschen und die internen Verbindungen an der Schule für sie im Mittelpunkt stehen:
„Ihr seid der Grund, dass ich mich überhaupt für diese Stelle beworben habe.“
Ihr gefällt das tolle Engagement und das riesige Potenzial, das es an dieser Schule gibt.
Als Nächstes wollten wir wissen, warum sie sich für ihre Unterrichtsfächer Biologie und Sozialwissenschaften (SoWi) entschieden hat. Sie erzählte, dass Politik und Biologie ihrer Meinung nach sehr wichtig seien, vor allem mit Blick auf das aktuelle Weltgeschehen. Sie sei ein großer Fan der EU und der Stärkung der Demokratie in Europa und möchte dies auch mehr in der Schule einbringen. Zudem seien beide Fächer oft im Abitur vertreten. Zuerst wollte Frau Groß Englisch und Französisch wählen, ihre letztendliche Entscheidung bereut sie allerdings nicht. Politik und Biologie decken ihrer Meinung nach einen großen Teil der gesellschaftlichen Themen und Probleme ab. Sie hat in diesem Bereich auch viele Herzensthemen, wie z. B. Suchtprävention, Naturschutz und natürlich die Stärkung der Demokratie. Am Anfang wurde ihr sehr davon abgeraten, diese beiden Fächer zu studieren, da es damals auf dem Arbeitsmarkt nur wenige Chancen gab, dennoch hat sie sich davon nicht abhalten lassen.
Auch ihr Biologie-LK, den sie sich ausdrücklich gewünscht hatte, läuft sehr gut, hat nur nette Schüler*innen und passt trotz der neuen Stelle gut in ihren Zeitplan.
Allerdings hat sie auch Sorgen, was die neue Stelle betrifft. Alle haben natürlich eine hohe Erwartungshaltung, der sie möglicherweise nicht immer gerecht werden kann. Eine Elternbefragung zeigt, dass es viele Wünsche gibt, was die Zukunft angeht. Auf ihr lastet größerer Druck, und sie steht stärker im Fokus als zuvor, aber sie ist – wie alle an der Schule – davon überzeugt, dass sie diese Herausforderung meistern wird.
Zum Ende des Interviews haben wir noch ein paar Fragen von euch mit einfließen lassen. Als Erstes wolltet ihr wissen, welches Tier sie gerne wäre und warum. Frau Groß wäre gerne ein Erdmännchen, da es bei ihnen immer eines gibt, das auf alle anderen aufpasst. So fühlt sich ihre neue Stelle auch für sie an. Ihr letzter LK hat ihr sogar ein Erdmännchen-Kuscheltier geschenkt, das Flip-Flops trägt, die sie selbst auch gern trägt.
Die nächste von euren Fragen war, ob sie lieber alle Sprachen der Welt oder mit Tieren sprechen können würde. Sie bevorzugte in diesem Fall alle Sprachen der Welt, da sie Sprachen liebt und auch mit Duolingo in ihrer Freizeit schon nebenbei Italienisch, Französisch und Niederländisch lernt.
Als Nächstes sollte sie sich selbst und anschließend die Schule in drei Worten beschreiben. Ihre Antworten waren, wie von der Frage gewünscht, kurz und knackig. Ihre Antwort über sich selbst war „immer gut gelaunt“ und über die Schule „viele tolle Menschen“.
Wenn, wie in der nächsten Frage gefragt, ihr DVD-Regal in Brand geraten würde, würde sie als Allererstes die „Dinozug“-Sammlung oder den Barbie-Weihnachtsfilm retten.
Die letzte Frage war, was ihre Meinung zu dem iPad-Verbot im Unterricht mancher Lehrkräfte am Stein sei. Daraufhin sagte sie, dass jede Lehrkraft ihre eigenen Entscheidungen treffen kann, sie jedoch versucht, so viele Kolleginnen und Kollegen wie möglich mitzunehmen, da sie selbst ein großer Fan der Digitalisierung sei.