Seit diesem Schuljahr gibt es an unserer Schule offiziell eine Schach-AG. Anfangs wussten nur wenige davon, inzwischen ist eine lebendige Gemeinschaft entstanden.
Wir haben mit der AG-Leitung und einigen Mitgliedern gesprochen – über Start, Ziele und die Faszination hinter den schwarzen und weißen Figuren.
Seit wann gibt es die Schach-AG an unserer Schule?
Antwort: Im vergangenen Jahr haben wir zunächst innerhalb der Brettspiel-AG einen Probelauf gestartet. Einige Schüler*innen konnten bereits Schach spielen, andere wollten es lernen. Das Interesse war so groß, dass wir daraus eine eigene AG gemacht haben. Besonders motivierend: Bei der Schach-Stadtmeisterschaft in Hamm sind wir mit zwei Teams – einer fünften Klasse und der Einführungsphase (EF) – angetreten, und beide Teams haben gewonnen. Der Förderverein hat uns anschließend mit Schachbrettern für zehn Teams unterstützt. So konnten wir die AG in diesem Schuljahr offiziell eröffnen.
Wie viele Mitglieder habt ihr derzeit?
Antwort: Momentan sind wir rund 20 Schüler*innen – Tendenz steigend.
Wann und wo trefft ihr euch?
Antwort: Wir spielen mittwochs in der 7. Stunde, wer möchte, bleibt in der 8. Stunde weiter am Brett. Die Schach-AG läuft parallel zur Brettspiel-AG; eine Aufsicht ist dadurch immer gewährleistet.
Muss man bereits Schach können, um mitzumachen?
Antwort: Nein. Alle sind willkommen – auch ohne Vorkenntnisse. Erfahrene Spieler*innen erklären die Regeln, geben Tipps und helfen beim Einstieg.
Ein Schüler: „Ich lerne Schach gerade erst, aber es macht richtig Spaß. Ich will auf jeden Fall weitermachen und besser werden."
Wie läuft ein typischer AG-Nachmittag ab?
Antwort: Meistens spielen die Schüler*innen frei gegeneinander, stellen Regelfragen oder lösen kleine Schachrätsel. Fortgeschrittene gehen herum, geben Hinweise und unterstützen beim Planen der nächsten Züge. Es ist kein Unterricht, sondern gemeinsames Üben, Ausprobieren und Lernen voneinander.
Wie ist das Miteinander in der AG?
Ein Schüler: „Am Anfang kennt man vielleicht noch niemanden, aber beim Spielen kommt man schnell ins Gespräch."
Leitung: Wir mischen die Paarungen regelmäßig, damit sich alle kennenlernen. So entstehen schnell neue Freundschaften – und manchmal echte, faire Schachrivalitäten.
Gibt es besondere Rituale oder Traditionen?
Antwort: (lacht) Abgesehen von „Weiß beginnt" bisher nicht. Wir möchten aber die Teilnahme an der Stadtmeisterschaft zur festen Tradition machen – vielleicht entwickelt sich daraus ein richtiges Schulritual.
Welche Ziele habt ihr für dieses Schuljahr?
Antwort: Wir möchten, dass die Neueinsteiger*innen dranbleiben und bis zum Schuljahresende Fortschritte sehen. Außerdem planen wir eine schulinterne Schachmeisterschaft, an der alle teilnehmen dürfen – auch Nicht-AG-Mitglieder. Das Finale soll am Ende des Schuljahres stattfinden.
Was wünscht ihr euch von der Schule und der Schülerschaft?
Antwort: Vor allem mehr Beteiligung! Es wäre großartig, wenn auch ältere Schülerinnen oder Lehrkräfte gelegentlich mitspielen. Das motiviert die Jüngeren enorm. Jede und jeder ist herzlich eingeladen – ob Anfängerin oder Vereinsspieler*in.
Die AG-Leitung zum Schluss: „Schach ist mehr als ein Spiel: Es fördert Konzentration, Geduld und Fairness – und es verbindet die Jahrgänge. Einfach mittwochs vorbeikommen und loslegen!"