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Aufgrund von Corona fielen im vergangenen und diesem Jahr alle Kurs- und Klassenfahrten aus. Nun hoffen die Leistungskurse der Q1, ihre Fahrt im Herbst des nächsten Schuljahrses wieder durchführen zu können. Der Chemie-, Physik- und einer der Mathe-Leistungskurse planen, eine Woche in Karlsruhe zu verbringen. Das ist das erste Mal, dass jene Kurse die baden-württembergische Stadt besuchen - für die vorigen Jahrgänge ging es nach München. Was gibt es für die Schülerinnen und Schüler in Karlsruhe zu entdecken? 

Außergewöhnliches Stadtbild

Wirft man einen Blick auf Karlsruhe aus der Luft - zum Beispiel über Google Maps - so stellt man schnell fest, dass etwas anders ist an dieser Stadt. Im Zentrum liegt das Schloss Karlsruhe mitsamt eines weitläufigen Schlossgartens. Ringförmig um die ehemalige Residenz der Kurfürsten und Großherzöge von Baden herum sind Straßen angelegt, zu welchen im Süden die innerstädtische Bebauung aufschließt. Der Schlossgarten im Norden hingegen geht in ein Waldgebiet über, welches sich weit über die Stadtgrenze hinaus erstreckt. Aufgrund der ungewöhnlichen Stadtstruktur wird Karlsruhe auch als „Fächerstadt“ bezeichnet. Dabei ist natürlich gerade das besagte Schloss und die umliegende Gartenlandschaft interessant. Es wurde zwischen 1715 und 1718 erbaut, erhielt seine barocke Gestalt mittels Umbauten allerdings erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Seit 1921 ist das Schloss Sitz des Badische Landesmuseums. Im September 1944 wurden große Teile des Schlosses durch Brandbomben zerstört. Beim Wiederaufbau wurde nur das Äußere historisch korrekt rekonstruiert, das Innere wurde dem modernen Museumsbetrieb angepasst. 


Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Das Karlsruher Institut für Technologie ist die größte deutsche Forschungseinrichtung und das nationale Zentrum der Helmholtz-Gesellschaft. Im Rahmen der sogenannten Exzellenzinitiative des Bundes gilt das KIT seit 2006 als Eliteuniversität, seit 2019 trägt sie den Titel „Exzellenzuniversität“. Am KIT wurde Mitte des 19. Jahrhunderts der wissenschaftliche Maschinenbau begründet. Davon abgesehen gehört das KIT zu den Pionieren der Informatik-forschung: 1984 wurde am KIT die erste E-Mail außerhalb Amerikas empfangen. Gerade da es sich bei dem KIT um eine ehemalige Universität und ein ehemaliges Forschungszentrum handelt, welche sich zusammenschlossen, hat das Institut verschiedene Standorte. Zwei davon sind der Campus Süd (das vormalige Universitätsgelände, welches sich am nördlichen Rand der Karlsruher Innenstadt befindet) und der Campus Nord (das ehemalige Kernforschungszentrum, welches sich zwölf Kilometer nördlich von Karlsruhe befindet und eine Fläche von zwei Quadratkilometern einnimmt). Welche Mittel dem KIT zur Verfügung stehen, lässt das Jahresetat der Einrichtung durchblicken: Dieses lag 2020 bei 967,7 Millionen Euro. Am KIT wird unter anderem in den Bereichen der erneuerbaren Energien, der Kernfusion und der Nanotechnologie geforscht. Es werden 43 Studiengänge angeboten - darunter Chemie, Physik und Mathematik.
 

Das Bundesverfassungsgericht

Mit dem Bundesverfassungsgericht beherbergt Karlsruhe das oberste Organ der Justiz. In seiner Doppelfunktion ist das Bundesverfassungsgericht zudem der oberste Gerichtshof auf Bundesebene. Dabei ist das Verfassungsgericht nicht nur für angehende Jurastudentinnen und -studenten interessant, denn immerhin ist die Institution mit der Aufgabe betraut, die Verfassung als den Grundpfeiler unserer Gesellschaft zu interpretieren und zu behüten. Das Gericht, welches entsprechend auch als „Hüter der deutschen Verfassung“ bezeichnet wird, grenzt direkt an das Schloss Karlsruhe an und liegt somit - ebenso wie das Schloss und das KIT - im Herzen von Karlsruhe.


Außerdem 

Davon abgesehen gibt es natürlich noch zahlreiche weitere interessante Ziele in Karlsruhe. Dazu zählt beispielsweise das Zentrum für Kunst und Medien, kurz ZKM. Gemeinsam mit der Städtischen Galerie und der Staatlichen Hochschule für Gestaltung ist das ZKM in einer ehemaligen Munitionsfabrik am Platz der Menschenrechte beheimatet und bietet interaktiv gestaltete Ausstellungen und Veranstaltungen an. Im Mittelpunkt von ebenjenen stehen stets aktuelle Themen - kürzlich ging es beispielsweise in der Ausstellung „Critical Zones. Horizonte einer neuen Erdpolitik“ um den Klimaschutz und dessen gesellschaftliche Auswirkungen. Außerdem hat Karlsruhe einen Hausberg, den Turmberg. Er ist 256 Meter hoch und der nordwestlichste Gipfel des Schwarzwalds am Übergang zwischen dem Mittelgebirge und der Hügellandschaft Kraichgau. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel und über verschiedene Wege zu erreichen. Die Turmbergbahn fährt seit 1888 den Berg hinauf - sie ist die älteste sich noch im Betrieb befindende Standseilbahn Deutschlands. Von oben bietet sich ein eindrucksvoller Blick auf die Rheinebene und das Stadtgebiet von Durlach und Karlsruhe. 

Bei den genannten Sehenswürdigkeiten handelt es sich natürlich nur um eine Auswahl. Diese soll vor Augen führen, dass Karlsruhe als Studienfahrtziel durchaus etwas zu bieten hat. Dabei gilt zu beachten, dass die Planung der Studienfahrt noch nicht so weit fortgeschritten ist, dass fest steht, was genau die besagten Kurse nun tatsächlich in Karlsruhe unternehmen werden. Die aufgelisteten Sehenswürdigkeiten sollen lediglich einen Ausblick darauf geben, welches Potenzial die Stadt als Studienfahrtziel hat und worauf man sich als Teilnehmer an der Studienfahrt vielleicht sogar schon freuen kann.
             
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