Zum Tode unseres lieben Kollegen Gerd Csoma
Am 10. Mai, seinem 66. Geburtstag, haben wir unseren Kollegen Gerd Csoma nach kurzer schwerer Krankheit verloren. Wir trauern um einen Kollegen, der anderen immer mit großer Wertschätzung begegnet ist und für den „appreciation“ ganz selbstverständlich war, was sich auch in seiner starken Verbundenheit mit unserer Schule widerspiegelte. So wollte er z.B. seine Pensionierung Ende Januar um ein weiteres Halbjahr hinauszögern (leider vergeblich), um u.a. seine Kurse zum Abitur führen zu können. So wollte er für einen verletzten Kollegen einspringen und mit Doris Gräfen und ihrer bilingualen Klasse 7 in diesem Sommer nach Eastbourne fahren. So wollte er Carsten Schriefer weiterhin unterstützen und ihn nach Amerika begleiten, um den Schülern unvergessliche Austauscherfahrungen zu ermöglichen. Er hatte noch viel vor.
Sein Engagement für „seine“ Schule wurde in vielen Bereichen deutlich, z.B. bei dem Verfassen einer Festschrift anlässlich des 111-jährigen Bestehens des Steins oder der Erstellung eines Jahrbuches. Mit Hilfe des Newsletters hielt er nicht nur uns Kollegen, sondern auch die Ehemaligen auf dem Laufenden. Bei jeder Veranstaltung, ob Konzert, Theateraufführung, Tag der offenen Tür, Ausstellung oder Expertenvortrag, war Gerd Csoma mit seiner Kamera zur Stelle und wurde nicht müde, das Schulleben in Bild und Text gekonnt zu dokumentieren. All dies tat er stets im Hintergrund, bescheiden und leise.
Sowohl für Schüler als auch für Kollegen war er ein interessanter und angenehmer Gesprächspartner, nicht nur, weil er oft Spannendes zu erzählen wusste, sondern auch, weil er ein guter Zuhörer war, der sich in seine Gesprächspartner hineinversetzen konnte. Sein trockener Humor und sein verschmitztes Lächeln werden uns fehlen.
Für uns beide war er ein guter Freund, mit dem wir unvergessliche Erlebnisse, z.B. in Amerika, geteilt haben, mit dem wir viel gelacht haben, weil er oft ausgesprochen kreative und lustige Ideen hatte, und von dem wir viel gelernt haben. DANKE GERD! Du hast auch immer die richtigen Worte gefunden und uns deine „appreciation“ gezeigt.
Gudrun Kuhlmann und Carsten Schriefer, 11.05.2015

